VARIUS Artikel in Build-Ing.

Ausgangspunkt
Die Planung von Gebäuden bietet eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Planer und Bauherr müssen zahlreiche Entscheidungen treffen und miteinander koordinieren. Dabei hat jede Entscheidung einen Einfluss auf das Gesamtergebnis, insbesondere für ökonomische, ökologische und nutzwertbezogene Kriterien. In der Praxis kommt es oft vor, dass Bauherren Entscheidungen ad hoc und basierend auf einer unsicheren Datengrundlage ohne Kenntnis der Konsequenzen treffen. Die Auswirkungen solcher Entscheidungen können während der Planungsphase selten umfänglich über-blickt werden. Die Konsequenzen werden für den Bauherrn häufig erst in der Nutzungsphase erkennbar. Dazu zählen beispielsweise die Nutzungskosten, die CO2-Emissionen oder der thermische Komfort im Sommer und Winter. Bisher fehlten Planungswerkzeuge, die eine systematische Variantenuntersuchung anhand fundierter Bauherrenkriterien fördern und diese als Entscheidungsvorlage auf bereiten, so-dass ein strukturierter und belastbarer Entscheidungsprozess durchgeführt werden kann.

Was ist VARIUS?
Im Rahmen der Forschungsinitiative VARIUS haben Praxispartner aus Planung und Softwareentwicklung in Kooperation mit Wissenschaftlern ein BIM-basiertes Planungswerk-zeug mit zugehörigem Workflow entwickelt. Das Ziel besteht darin, die planerische Durchführung und Auswertung von Variantenuntersuchungen zu vereinfachen und eine fundierte Basis für Entscheidungsprozesse durch die Einbindung von Simulationen zu liefern. Damit soll insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen die Aufbereitung und Kommunikation von Planungsergebnissen er-leichtert werden. Zu den Projektpartnern zählen:• Technische Universität Dresden, Institut für Bauklimatik• Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig• TragWerk Software Döking+Purtak GbR• AEC3 Deutschland GmbH• BauProjekt Dresden GmbH
Methodik von VARIUS
Die entwickelte Vorgehensweise für den Variantenvergleich basiert auf den in Abbildung 1 dargestellten Prozessschritten, die im Folgenden erläutert werden.

Artikel Kopplungseffekt bei Mehrscheiben-Isolierverglasung

Artikel: Kopplungseffekt bei Mehrscheiben-Isolierverglasung Der Kopplungseffekt beschreibt das Verhalten der inneren und äußeren Glasplatten bei Mehrscheiben-Isolierglas (MIG), wenn eine äußere Einwirkung an einer der beiden Platten eine Durchbiegung hervorruft. Diese bewirkt je nach Richtungssinn der äußeren Einwirkung eine Verringerung oder Vergrößerung des im Scheibenzwischenraum (SZR) luftdicht abgeschlossenen Gasvolumens. Hierdurch entsteht ein Innendruck Δp, welcher ebenfalls […]

Konferenzbeitrag “Modellgetriebene Softwareentwicklung am Beispiel einer Baustatik-Softwareplattform”

Modellgetriebene Softwareentwicklung verspricht durch automatisierte Softwareerstellung höhere Entwicklungsgeschwindigkeiten und verbesserte Softwarequalität für Softwareprodukte mit gleichem fachlichen Problemraum. Sie ist damit auch für den Entwicklungsprozess von Baustatik-Softwareplattformen relevant. Am Beispiel einer Fachklassen-Generierung für ein Baustatik-Modul werden die Konzepte dieser Vorgehensweise erläutert. Aus einem fachlichen Modell in XML-Syntax wird mit einem Quellcode-Generator eine Java-Klasse erzeugt. Dazu wird […]

Artikel Bruchmechanik von Glas (Bauteilwiderstand)

Hauptursache für die geringe Zugfestigkeit von Floatglas sind die Oberflächendefekte in Verbindung mit der fehlenden Zähigkeit des Materials. Die hohe Spannungsspitze an der Risswurzel kann nicht durch Plastifizierung abgebaut werden. Für eine Beschreibung des Spannungszustandes im Nahfeldbereich d des Risses liegt die Vorstellung einer unendlich ausgedehnt gedachten Scheibe unter konstanter Zugbelastung zugrunde. Die Modellvorstellung für […]

Artikel “Ein Traglastverfahren für den statischen Nachweis von Bogenbrücken aus Natursteinmauerwerk”

Das Hauptanliegen von Untersuchungen zur Tragfähigkeit von Bogenbrücken besteht darin, die meist historisch wertvolle und auch robuste Bausubstanz hinsichtlich ihrer Belastbarkeit möglichst realitätsnah einzuschätzen, um deren Erhalt durch kostengünstige Sanierung zu unterstützen. Dazu wird am Beispiel einer Natursteinbogenbrücke aus Quadermauerwerk eine neue Methode auf Basis von Traglastkurven mit dem sogenannten „Entkoppelten Diskontinuumsmodell“ hergeleitet. 􀂃 Mit […]

Artikel “Ausgewählte Flachglasprodukte”

Einer der ersten in der Glasforschung tätigen Wissenschaftler, GUSTAV TAMMANN (1861-1938), definierte Glas wie folgt: „Der Glaszustand ist der eingefrorene Zustand einer unterkühlten Flüssigkeit, die ohne zu kristallieren erstarrt ist.“ Im Bauwesen kommen fast ausschließlich Silicatgläser zur Anwendung. Für die Herstellung von Flachgläsern wird i.d.R. Kalk-Natron-Silicatglas eingesetzt. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften sind für das […]