| Kopplungseffekt bei Mehrscheiben-Isolierverglasung |
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| Geschrieben von: Thomas Gröschke |
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1. Allgemeines
Der Kopplungseffekt beschreibt das Verhalten der inneren und äußeren Glasplatten bei Mehrscheiben-Isolierglasverglasungen (MIG), wenn eine äußere Einwirkung (z.B. pa in Abb. 1) an einer der beiden Platten eine Durchbiegung hervorruft. Diese bewirkt je nach Richtungssinn der äußeren Einwirkung eine Verringerung oder Vergrößerung des im Scheibenzwischenraum (SZR) luftdicht abgeschlossenen Gasvolumens. Hierdurch entsteht ein Innendruck Dp, welcher ebenfalls auf die nicht direkt durch die äußere Einwirkung beanspruchte Glasscheibe des MIG(s) wirkt.
Abb. 1: Kopplungseffekt bei MIG und Überlagerung mit Klimalast Dies bedeutet, dass im Fall eines intakten SZR(s) die lotrecht zur Glasoberfläche wirkenden Lastanteile einer äußeren Einwirkung von beiden Verglasungseinheiten des MIG(s) abgetragen werden. In welchem Verhältnis dies geschieht, kann mathematisch mit Hilfe der in Gl. 1 beschriebenen Thermische Zustandsgleichung für eine abgeschlossene ideale Gasmenge ermittelt werden.
Gl. 1 mit: p ... Druck im SZR, V ... Volumen des SZR(s), T ... Temperatur im SZR, Index E ... am Einbauort zum Betrachtungszeitpunkt, Index H ... am Herstellungsort bei der Versieglung des SZR(s) |




