Für absturzsichernde Verglasungen ist häufig eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erforderlich. Diese kann mit der praktischen Durchführung von Pendelschlagversuchen durch eine anerkannte Prüfstelle erreicht werden. Alternativ lassen sich die relativ aufwendigen Versuche mit FE-Programmen simulieren. Dazu werden nichtlinear transiente Berechnungen durchgeführt. Der Pendelkörper stößt dabei mit festgelegter Geschwindigkeit gegen die Konstruktion.

Als Ergebnis ist beispielsweise die zeitabhängige Verformung des Pendelkörpers und der Glasscheibe zu sehen. Nach dem Aufprall auf die gewählte Stelle gleichen sich die Verformungen an; dann schwingt das System zurück und der Pendelkörper bewegt sich von der Glasscheibe weg. Die Glasscheibe schwingt als gedämpftes System in die Ausgangslage zurück. In der Grafik ist zudem sichtbar, dass die gedämpfte Schwingung nicht ganz harmonisch ausläuft, da die Auftreffstelle nicht in der Scheibenmitte gewählt wurde; Gegenschwingungen überlagern sich.

 


Zeit-Verformungs-Diagramm.